Nachhaltigkeit & CSR

Spass mit STEAM, der Brücke zwischen Generationen und Berufen

IBSA hat im Laufe der Jahre ihre Unterstützung für die Business Professional Women (BPW) Ticino gefestigt. BPW Ticino gehört zu BPW International und hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, das Geschlechtergefälle zu überwinden und die Interessen der Frauen im Berufsleben zu vertreten. Die Aktivitäten der Vereinigung umfassen unter anderem das Projekt "Divertiamoci con STEAM” (Spass mit STEAM), das auch in diesem Jahr wieder einen wichtigen Beitrag geleistet hat, um Mädchen im Teenageralter für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern.

Diese Veranstaltung fand, bereits das zweite Jahr in Folge, am Samstag, 20. April in Lugano (CH) statt. Im Mittelpunkt standen die MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und die digitale Kunst. Die Veranstaltung wurde von der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) unterstützt und hatte sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Interesse junger Frauen an technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen und den damit verbundenen beruflichen Laufbahnen zu wecken sowie das leider immer noch weit verbreitete Klischee zu überwinden, wonach sich Mädchen eher für humanistische Studiengänge interessieren.

DIE VERANSTALTUNG "DIVERTIAMOCI CON STEAM” (SPASS MIT STEAM) 2024

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Das ursprüngliche Akronym STEM bezieht sich auf die englischen Begriffe Science, Technology, Engineering und Mathematics, wurde aber in den letzten Jahren um den Buchstaben A ergänzt, der für das italienische Wort «Arte» (Kunst) und Digitalisierung steht. Das Projekt "Divertiamoci con STEAM» (Spass mit STEAM) schlägt eine Brücke zwischen weiblichen Fachkräften und jungen Mädchen und bietet durch das Mentoring eine einzigartige Gelegenheit, das enorme Potenzial dieser Berufe aus erster Hand zu entdecken. Das Projekt richtet sich an Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten interaktive Workshops, die von erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft und Technik zu einer breiten Palette von Themen abgehalten wurden. Das Spektrum reichte von der Wissenschaft bis zur Technologie, vom Ingenieurwesen bis hin zu Kunst und Mathematik. In diesen praxisorientierten Veranstaltungen konnten die Mädchen erfahren, wie MINT-Fächer in reale, konkrete Anwendungen umgesetzt werden. 

MENTORING, EINE GROSSE STÄRKE DES PROJEKTS

Aus der Geschichte wissen wir, dass Odysseus' vertrauter Berater MENTOR auch Beschützer seines Sohnes Telemachus war und während Odysseus' Abwesenheit zwar nicht den Platz des Vaters einnahm, dem Jungen jedoch zur Seite stand und ihn während seiner Erziehung begleitete. In ähnlicher Weise spielt das Mentoring als Ausbildungsmethodik eine Schlüsselrolle im Orientierungs- und Entwicklungsprozess junger Mädchen, die sich für MINT-Fächer interessieren. Erfahrene weibliche Fachkräfte (Mentorinnen) können positive und inspirierende Vorbilder sein und praktische und persönliche Unterstützung bieten, um Mädchen auf ihrem Bildungs- und Berufsweg zu begleiten. Junge Frauen können von den Erfahrungen, dem Wissen und den Ratschlägen der Mentorinnen profitieren und so ihren Lernprozess beschleunigen und bedeutsame Beziehungen zwischen den Generationen herstellen.

DIE BEDEUTUNG EINES GEMEINSAMEN ENGAGEMENTS

IBSA, die sich für Vereine stark macht, die das individuelle und gemeinschaftliche Wachstum mit Blick auf die Gleichstellung der Geschlechter in den wissenschaftlichen Berufen fördern, arbeitet seit langem mit BPW Ticino zusammen, um Chancengleichheit und Inklusion zu fördern und die Position von Frauen zu stärken. 

Angelica Morrone, Co-Präsidentin von BPW Ticino, fasst zusammen: „Die Partnerschaft zwischen IBSA und dem BPW Club Ticino ist Vorbild und Inspiration für die Zusammenarbeit. In die Zukunft zu blicken und vorherzusagen, wie viel Zeit benötigt wird, um eine echte Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, ist eine komplexe Herausforderung. Mit den gemeinsamen Anstrengungen von Organisationen wie der unseren, dem Privatsektor, öffentlichen Stellen und der Gesellschaft insgesamt können wir jedoch optimistisch sein, dass die Gleichstellung der Geschlechter in den nächsten 15-20 Jahren erreicht werden kann. Unser Adressat sind die neuen Generationen. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass sie in diesem Bewusstsein heranwachsen.“